Was ich Ihnen für 2017 wünsche!

Sektgläser

 

 

 

 

 

 

Liebe Leser!

Die Diagnose Krebs schockt. Alle. Ob selbst betroffen oder „nur“ angehörig. Ob als wissentlicher „Risikokandidat“ oder als einen, den es völlig überraschend trifft. Ich war da keine Ausnahme.

In Momenten, in denen ich mit einer Lebenserwartung von weniger als 12 Monaten konfrontiert war, und davon gab es bereits mehrere, rutschte auch mir das Herz „in die Hose“. Und das umso mehr, als ich sehr an wissenschaftlichen Zahlen hänge und auch deshalb, weil ich mittlerweile viel zu oft den Krebs über Patienten siegen habe sehen. Wie oft sagt man: „Er /  Sie hat so gekämpft!“ und hört dabei den unausgesprochenen Nachsatz: „Aber es war ein aussichtloser Kampf.“ Gegen den Krebs siegt man nicht. Nicht mehr ab einem gewissen Zeitpunkt. Ab einem bestimmten Zeitpunkt kippt das.

Hätte mir jemand gesagt: „Das wird schon! Das schaffst Du schon!“ hätte ich säuerlich gegrinst und mir gedacht: „Wie naiv! Jeder glaubt, die Ausnahme zu sein! Und doch rafft der Krebs die Menschen dahin!“ Da war ich doch noch lieber die tapfere Heldin,  die sich die zu dem entsprechenden Stadium exakten Prognosen sucht und sehenden Auges in den Kampf ging und ihn verlor.

Das änderte sich, als ich mich erstmals mit den Auswirkungen meiner Ernährung auf meine Krebserkrankung zu befassen begann. Ich musste nicht mehr alles dem Schicksal überlassen. Ich konnte mitwirken. Doch die Zahlen und Prognosen hatten mich weiter fest im Griff. Ich glaubte an sie. Aber jetzt war ich selbst diejenige, die die Zahlen als gegeben, mich selbst aber als die Ausnahme ansah. Ich hatte ja „eine Lösung“ gefunden!

Das hat sich in diesem soeben zu Ende gehenden Jahr nochmals deutlich geändert. Ich stand vor neuen Herausforderungen. Es sind wieder Metastasen aufgetaucht. War die ganze Beschäftigung mit der Ernährung ein Irrweg? Ich musste einsehen, dass die Lösung nicht ganz so einfach ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Andererseits: Ich hatte einmal davon gekostet, wie es ist, nicht alles schicksalshaft über mich ergehen lassen zu müssen. Und ich sah nun nicht nur eine winzige lichte Stelle, nein, ich sah viele kleine Löcher in der Betonwand „Krebs“.

Was habe ich Nächte lang recherchiert! Was sind diese Krebszellen? Was tun sie? Warum? Und warum kriegen wir sie nicht in den Griff? Je mehr ich aber über die Physiologie der Krebszelle las und darüber, wie unsere Lebensmittel, die einzelnen Nährstoffe wirken, desto mehr wurde aus dem Ungeheuer der Krebszelle eine zwar ziemlich verrückte, aber doch menschliche Zelle. Etwas Physiologisches. Warum sollte sie also nicht behandelbar sein?

Auch, wenn ich „die“ Lösung noch nicht gefunden habe, so weiß ich, dass wir sehr viel mehr machen können, als uns gelehrt und gesagt wird. Und ich werde nicht nur durch meinen eigenen Verlauf, sondern auch durch Patienten bestärkt, die einen ähnlichen Weg gehen und denen es gut geht. Ich habe erstmals wieder das Gefühl, „Zeit zu haben“. Der Würgegriff des Krebs‘ ist gelöst. Und mit sehr großer Zuversicht forsche ich weiter.

Das Essen-und-Krebs-Projekt ist ein Anfang. Vielleicht gelingt es uns gemeinsam, im intensiven Austausch, die Lösung, ein wirklich durchschlagendes Behandlungskonzept zu entwickeln? Wie auch immer! Meine statistisch prognostizierte Zeit ist wieder einmal abgelaufen, aber ich fühle mich so gar nicht am Ende. Und selbst für den Fall, dass es mir in Kürze sehr schlecht gehen sollte, habe ich noch Optionen parat, die bisher in vielen Fällen geholfen haben. Ich bin also auch mit meinen Ideen noch lange nicht am Ende.

Was ich Ihnen für das Jahr 2017 wünsche!

Was ich Ihnen heute und für das Jahr 2017 wünsche, ist, dass Sie ebenso von dieser Zuversicht erfasst werden, dass Krebs kein alternativloses Schicksal ist. Dass er behandelbar ist. Auch in scheinbar aussichtslosen Situationen. Dass Sie wieder Luft bekommen und wissen: mit der richtigen Ernährung können wir entscheidend die harten Prognosen verändern.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Weihnachten im Kreis Ihrer Lieben feiern können, im Wissen, dass alles gut wird, in Freude und Herzlichkeit, und in dem Wissen, wie wertvoll und einmalig das Leben ist. Der Krebs ist ja ein Meister darin, uns das zu lehren!

Und ich wünsche uns allen, dass wir im Jahr 2017 ein großes Stück unserer Genesung näher kommen!

Aus meiner Praxis darf ich berichten: Es gibt so viele mutige Kämpferinnen und Kämpfer! So viele, die erfolgreich sind und von denen keiner weiß! Und es gibt Pioniere, die unglaubliche Vorarbeit geleistet haben, deren Arbeiten aber verstauben, anstatt weiter entwickelt zu werden! Tauschen wir uns noch mehr aus! Lernen wir voneinander! Wenn wir das schaffen, wird es ein gutes Jahr!

In diesem Sinne: Ein frohes, gutes, gesundes neues Jahr!

Ihre
Dr. Rosa Aspalter

Photo: istockphoto.com: Champagnergläser und Weihnachtslichter

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10 Kommentare auf “Was ich Ihnen für 2017 wünsche!

  • 24. Dezember 2016 at 14:37
    Permalink

    Liebe Frau Doctor Aspalter,
    liebe Rosa (wenn ich so Sie nennen darf (:),
    Ihnen und all Ihren Lieben wünsche ich
    ein Herz voller Freude in diesen Tagen
    der Weihnacht und für das Jahr 2017
    Gesundheit, Gesundheit, nochmal Gesundheit,
    weil es keine Krankhait gibt,
    aber nur eine fehlende Gesundheit.
    Sie sind eine tolle, starke, außergewönliche Frau!
    Ich bin begeistert von Ihnen, davon, daß Sie
    den anderen Menschen -mir auch! -schenken:
    Mut und Hoffnung.
    Ich wünsche Ihnen Glück, Zufriedenheit und
    gute Begegnungen von Mensch zu Mensch.
    Ihre Ausstrahlung zieht bestimmt
    gute Menschen und gute Ereignisse an.

    Alles Liebe
    Ihre dankbare Verehrerin
    Ira Oni

    antworten
    • 24. Dezember 2016 at 14:41
      Permalink

      Liebe Ira,

      sehr gerne!
      Und vielen Dank für die schöne Rückmeldung! Das ist so schön!
      Ihre
      Rosa

      antworten
  • 25. Dezember 2016 at 02:01
    Permalink

    Liebe Frau Dr. Aspalter, Sie unermüdliche Sucherin und Finderin von Hoffnungs-Strohhalmen und Hoffnungs-Pipelines!

    Vielen Dank für Ihre Arbeit und Ihr nie endendes Engagement in „unserer“ Sache. Ich bin erst im vergangenen Sommer durch Zufall über Ihre Seite im Netz gestolpert und vermutlich die letzte Teilnehmerin, die gerade noch in die Studie aufgenommen wurde. Hoffentlich gelingt es, nützliche Erkenntnisse aus dieser Studie zu gewinnen.
    Jedenfalls möchte ich Ihnen sagen, dass Sie dieses Jahr meine persönliche Heldin waren bzw. sind. Ihre Energie hat mich immer wieder ermutigt und durch eine schwere Zeit getragen. Ich danke Ihnen sehr dafür.

    Vielleicht geschieht es ja 2017, dass der Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs (insbesondere zwischen Tiereiweißen und Krebs) in ein noch breiteres öffentliches Bewusstsein rückt. In der Novemberausgabe 2016 der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ gab es ein Interview mit Prof. Harald zur Hausen (Medizin-Nobelpreis 2008), aus dem hervorging, dass er von diesem Zusammenhang ebenfalls überzeugt ist und dass er intensiv daran forscht. Dazu hat er mehrere Artikel veröffentlicht, z.B.: Zur Hausen, H./de Villiers, E.-M.: „Risikofaktoren für Krebs und MS in Kuhmilch und Rindfleisch?“, in: Biologie in unserer Zeit 46 (2016), 26-31. Möglicherweise könnte ja die fortschreitende wissenschaftliche Erkenntnis doch noch einen Paradigmenwechsel in dieser Hinsicht einleiten. Ich glaube, die Zeit spielt für uns.

    Herzliche Grüße und ein gesegnetes, glückliches neues Jahr Ihnen! Ich freue mich darauf, hier an dieser Stelle möglichst viel (…und gern Positives…) von Ihnen zu lesen!

    Mirjam

    antworten
    • 27. Dezember 2016 at 14:45
      Permalink

      Liebe Mirjam,
      danke vielmals für diese ausführlichen Darstellungen.
      Der zitierte Artikel ist sehr interessant, aber er empfiehlt sonderbarerweise nicht, den Fleisch – und Milchkonsum einzuschränken. An anderer Stelle (siehe den Blogbeitrag: Der Rindfleischfaktor) schlägt Hr zurHausen die Entwicklung eines Impfstoffes gegen diese Rinderviren vor! Was ich für einen ziemlichen Umweg halte!

      Hier sieht man also gut, wie aus den gleichen Fakten ganz unterschiedliche Schlüsse gezogen werden können!

      Liebe Grüße
      Dr. Rosa Aspalter

      antworten
  • 27. Dezember 2016 at 14:11
    Permalink

    Sehr geehrte Frau Dr. Aspalter,
    erst seit kurzem verfolge ich ihre Geschichte und bin sehr beindruckt über ihre Herangehensweise. Wie sie richtig schreiben, ist Selbstverantwortung übernehmen und sich nicht schicksalhaft ergeben, absolut wichtig.
    Im oberen Beitrag erwähnen sie, dass wieder Metastasen aufgetaucht sind. Vielleicht ist das Puzzlestück, dass ihnen noch fehlt, um wieder ganz gesund zu werden, eine noch vitalstoffreichere Ernährung in Richtung lebendige Nahrung (Rohkost), Sprossen usw. ?
    Ich habe während meiner Ausbildung zur Gesundheitsberaterin im Gesundheitszentrum : http://www.ggb-lahnstein.de sehr viele Menschen, auch Krebskranke, getroffen, die wieder gesund wurden bzw. das Leiden zumindest stoppen konnten. Der Schlüssel dazu ist ROHES Gemüse, Obst, Getreide (Frischkornbrei), bei schweren Krankheiten eine Zeit lang ausschliesslich.
    Dr. Max Otto Bruker beschreibt in seinen vielen Büchern, das wichtigste ist : „Unsere Nahrung, unser Schicksal“ sehr anschaulich, warum das so ist.
    Das erst kürzlich erschienene Buch von Michaela Barthel „Adieu Colitis-Meine Wege aus der Krankheit Colitis Ulcerosa“ bestätigt die phasenweise Rohkosternährung erneut.
    Ich hoffe, dass ich ihnen einige Ideen liefern konnte und wünsche ihnen weiterhin viel Kraft und Alles Gute!
    Elfriede Zach
    http://www.gesundheitsberaterin.at

    antworten
    • 27. Dezember 2016 at 14:48
      Permalink

      Liebe Elfriede,

      Rohkost ist ganz wichtig und möglichst frisch! Gibt es natürlich täglich! 😉😉😉

      Lieben Dank und viele Grüße!
      Dr. Rosa Aspalter

      antworten
  • 1. Januar 2017 at 22:45
    Permalink

    Liebe Frau Doktor Aspalter.
    Ich habe sie kennen- und sofort schätzen gelernt. Vom ersten Moment an haben sie mich beeindruckt. Ihre Stärke, ihre Unermüdlichkeit sind einfach wohltuend und verdienen den größten Respekt.
    Ich selber lebe schon lange vegan, ich bin kerngesund. Mein Mann lebt nicht vegan und ist an Krebs erkrankt. Seit 3 Monaten hat er seine Ernährung auf rein pflanzliche Kost umgestellt, 2 Chemos hat er seitdem auch hinter sich, und vor einer Woche wurde er operiert. Bereits bei der Aufnahme ins Krankenhaus hat die Ärztin gemeint er solle besser wieder Fleisch essen, das wäre gesünder. Nach der OP hat er 3 Tage Weißbrot mit Rinderbrühe und Eierbiskotten bekommen. Er hat immer wieder angemerkt er wolle zumindest fleischlose Kost, was gestern mit Frankfurterwürstel, heute zu Mittag mit Rinderbraten und am Abend mit Rindfleischsalat berücksichtigt wurde. Veganes Essen gibt es nicht, ja nicht einmal vegetarisch. Kann das alles wahr sein?
    Ich habe so viel über Krebs und Ernährung gelesen, habe die China Study gelesen und das von ihnen empfohlene Buch von Dr. Greger „How not to die“. Kann es wirklich sein, dass in einem berühmten Krankenhaus sich niemand für die Zusammenhänge interessiert. Ich habe mit ein bisschen „Runtermachen“ gerechnet, aber nicht damit dass man den Patienten komplett übergeht. Ich bin noch immer fassungslos, und erschüttert.
    Deshalb danke ich Ihnen umso mehr, dass sie eine Kämpferin, und wie mir scheint Vorreiterin in diesen Fragen sind.
    Ich wünsche ihnen alles alles gute, und dass ganz viel von dem Mut und der Kraft und Zuversicht die sie anderen Menschen schenken, wieder auf sie zurückfällt.
    Alles liebe
    Marianne Kern

    antworten
    • 1. Januar 2017 at 23:17
      Permalink

      Liebe Frau Kern,

      danke für Ihre schöne Rückmeldung!

      Zur Geschichte Ihres Mannes: Es rinnt mir jedes Mal der kalte Schauer über den Rücken, wenn ich solche Berichte höre, aber Sie sind da nicht die Einzige! Meines Erachtens ist eine solche Vorgangsweise eine klare Körperverletzung, völlig gegen das ärtzliche Ethos und rechtlich strafbar. In Zeiten, in denen die WHO Fleisch als Cancerogen eingestuft hat, sollte da kein Zweifel mehr bestehen. Und wer sich dann noch informiert, so wie Sie, der versteht überhaupt nicht mehr, warum in Spitälern das noch nicht berücksichtigt wurde!
      Ja, und wie Sie sagen, in den „besten“ Spitälern!

      Falls ich etwas tun kann für Sie, lassen Sie es mich wissen!
      Herzliche Grüße
      Dr. Rosa Aspalter

      antworten
  • 7. April 2017 at 19:04
    Permalink

    Liebe Frau Dr. Aspalter,
    Nachdem ich nun auch Metastasen habe, habe ich mich bewusst für eine (größtenteils) vegane Ernährung entschieden. Wir haben selbst glückliche Hühnchen und auf deren Eier möchte ich nicht gänzlich verzichten :).

    Sehr erschreckend finde ich auch den Zusammenhang zwischen Krebs und Kuhmilchprodukten, aber trotzdem wird es von den Ärzten empfohlen.

    In der Klinik wurde mein Wunsch nach Veganer Kost sofort entsprochen und ich muss sagen, es schmeckte sogar besser :).

    Nun geht der Kampf mit Chemotherapie und Antikörpern erstmal in die nächste Runde und ich wünsche uns allen, dass wir den Kampf gewinnen oder zumindest so lange hinauszögern, bis die Medizin weitere Durchbrüche erzielt.

    Ganz viel Kraft aus Lübeck
    Denise

    antworten
    • 7. April 2017 at 19:40
      Permalink

      Liebe Denise,

      ich wünsche Ihnen alles, alles gute!

      Ich denke, dass Ihre Entscheidung in jedem Fall positive Auswirkung hat.

      Herzliche Grüße
      Rosa Aspalter

      antworten

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