Yippiiiiiii!

Laborbefund

 

 

 

 

 

 

Gestern erhielt ich den Befund, der mich aus einem wochenlangen unangenehmen Zustand der Unsicherheit befreite: Der Frage, ob die letzte Chemotherapie ein Therapieversager war. Und vor allem von der Frage: Ob die Ernährungsoptimierungen, welche ich in den letzten Monaten noch vorgenommen habe, reichen.

Der Reihe nach! Im November 2015 begann ich wegen neuerlicher Metastasen wieder eine Chemo. Der CT im Februar zeigt auch wieder ein Ansprechen – die Lungenmetas waren kleiner geworden. Auch der Tumormarker sank. Dann, etwa zur Halbzeit, musste ich einmal 4 Wochen Pause an Stelle der üblichen 3 Wochen einlegen – und schwupps, begann der Tumormarker schon wieder zu steigen! Nicht dramatisch, aber immerhin, wieder aufwärts! Das war einerseits gut, weil es zeigte, wie präzise bei mir der Tumormarker mit dem Geschehen zusammen passt. Aber natürlich auch beunruhigend, denn es bedeutete, dass der Krebs noch immer gegen die Kanonen ankämpft.

Als ich nun im Juni den nächsten CT-Befund in der Hand hatte, wurde die Sache nicht klarer. Diesmal gab es keine Veränderung mehr gegenüber Februar. Was heißt das jetzt? Dass die Chemo nicht mehr wirkt? Oder ist das, was man noch sieht, bereits tot? Bisher waren die Metas immer zur Gänze verschwunden! Dabei habe ich auf Grund der so positiven Ergebnisse bei den Fastenstudien an Krebspatienten noch einen Zahn zugelegt und während der letzten zwei Chemos gefastet. Das bedeutete: Am Tag vor der Chemo und am Infusionstag selbst nichts Festes zu essen. Nur Tees, Wasser, ein wenig Fruchtsaft, evt. eine Suppe. Daher hat mich das Ergebnis doch etwas enttäuscht.

Ich habe aber auch noch einiges andere an meiner Ernährung  optimiert. Man glaubt ja nicht, was da alles noch geht! Und aus inzwischen unzähligen Berichten gewann ich den Eindruck, dass sich Tumoren unter alternativen Therapiemethoden anders verhalten als unter der klassischen Chemotherapie. Es kommt bei alternativen Therapien, wenn sie wirklich greifen, eher zu einem Abkapseln als zu einem raschen Zerfall von Tumoren. Könnte das die Erklärung dafür sein, dass die Läsionen vom Februar auch im Juni noch zu sehen waren? Die behandelnden Ärzte nennen das Spekulation. Ich nenne es Klarheit suchen, verhandeln oder auch feilschen mit seinem Schicksal.

Wie auch immer. Ich zog zwei Schlüsse: Die Chemo noch zu verlängern, bringt vermutlich nichts mehr. Also Schluss damit, so wie geplant. Jetzt gibt es kein Argument mehr dafür. Jetzt sollen die Sulforaphane, die Polyphenole, die Lignane, das Lycopin und all die anderen Geister aus dem Pflanzenreich zeigen, was sie können! Diese Eindeutigkeit gefiel mir wiederum, aber es war ein Sprung ins kalte Wasser der No Go’s einer Schulmedizinerin. Der zweite Schluss war, dass jetzt wohl der Tumormarker in der nächsten Zeit der genaueste und verlässlichste Parameter sein wird, der mir zeigt, wo es lang geht.

Was habe ich also ernährungsmäßig gemacht? Ich habe weiter Müll aussortiert. Obwohl ich nun seit über zwei Jahren nichts Tierisches mehr esse, gab es dennoch einiges, was von geringem Nährwert war: Ein Baguette am Sonntag. Weißmehl. Marmelade. Ich begann, Dinge zu konzentrieren, von denen ich wusste, dass sie Wirkung zeigten. Dabei halfen mir Autoren wie Dr. Jacob und Dr. Greger unendlich weiter. Das waren die Pioniere, welche mir zeigten, wie viel Daten es tatsächlich schon gibt zur Wirkungsweise pflanzlicher Substanzen. Diejenigen, welche mir halfen, den Überblick zu bekommen bzw. zu bewahren. Denn, was ich unbedingt vermeiden wollte, war ein wildes Herumprobieren ohne Anhaltspunkte und Wissen was wichtig ist und was nicht.

Aus den Informationen dieser Autoren konnte ich so etwas wie eine Strategie, ein Stufenkonzept, entwickeln. So wurde aus dem Superfood-Pesto aus dem Rezeptbuch Susanne Jacobs (siehe: Medien) nach einigen Versuchen ein Brotaufstrich, den ich nun täglich esse. Auf Vollkornbrot. Auf Roggenbrot. Und meine Lieblingsvariante: Auf Roggenknäckebrot. Ich trinke nun täglich ein Glas Granatapfelsaft, habe Sprossen zu züchten begonnen und auch geschrotete Leinsamen kommen täglich in ein passendes Gericht. Am deutlichsten wirkte sich aber die Einsparung bei Salz aus. Nach nur wenigen Tagen hatte ich das Gefühl, als würde der Stoffwechsel ein paar Gänge zurück schalten, oder anders gesagt: als würde er leichter, nicht mehr mit Vollgas und Bremse gleichzeitig, laufen.

Dann sind da die Kerne. Apfelkerne und bittere Aprikosenkerne. Sie wissen vermutlich schon: wegen des Amygdalins. Das wird heftig angefeindet. Es wurde in den USA verboten, doch dabei ist offenbar einiges holprig, wenn nicht unsauber gelaufen. Also ließ ich mich dadurch nicht beirren, sondern recherchierte weiter. Ich fand eine Berechnung, wonach der Körper bis zu 70 Kerne am Tag entgiften kann. Ich fand Berichte, wo Krebspatienten mit 30 Kernen pro Tag über Jahre einen Krebs „behandelten“, sofern es wirklich deren Wirkung war. Ich las von Forschern, welche damit im Labor arbeiteten und die berichteten, dass sie noch nie etwas so wirkungsvolles in der Hand gehabt hätten. Ich las von Ärzten, welche damit behandeln und meinten, dass oral zugeführtes Amygdalin unwirksam sei. Von der Wirkungsweise war aber einiges zu erwarten, so wollte ich es zumindest versuchen. Pro Stunde zwei Kerne und gut kauen, damit das Amygdalin bereits im Magen frei gesetzt wird und nicht in den Dickdarm kommt, wo es dann tatsächlich von den Darmbakterien in giftige Blausäure umgewandelt werden kann.

Mit den Apfelkernen, welche ebenfalls Amygdalin enthalten, hat es eine zusätzliche Bewandtnis: Meine ganze Familie sammelt Apfelkerne für mich. Das ist nun endlich etwas, was meine Geschwister, meine Mutter und sonstigen Verwandten aktiv für mich tun können. Und regelmäßig trifft ein Briefumschlag mit so körnigem Inhalt ein. Der Briefträger wird sich vermutlich schon sehr wundern! Frische Apfelkerne esse ich sofort (gut gekaut!). Die trockenen Apfelkerne gebe ich zu meinem Anti-Krebs-Brotaufstrich, bei welchem ich Leinsamen, Brokkolisamen und Apfelkerne gemeinsam vermahle.

Diese Kerne nehme ich nun seit etwa zwei Wochen regelmäßig zu mir. Und wieder ändert sich das Befinden. Es ist, als ob plötzlich gebundene Energie frei würde. Ich atme tiefer, freier, mit mehr Genuss. (Vom Ersticken durch Blausäure, welches die Kritiker immer anführen, habe ich bisher wenig bemerkt.) Dennoch war da immer noch die Frage: Reicht das? Halte ich damit meinen Krebs im Zaum?

Gestern also habe ich wieder einen Tumormarker bestimmen lassen: Er ist bei exakt 1.0! Er ist nicht angestiegen!

Ach ja: Es war auch noch der Tag, an dem der Verfassungsgerichtshof die Stichwahl zum Bundespräsidenten annullierte. Mein Bruder antwortet mir auf meine Nachricht via whats app: „Super! Da ist mir der Präsident gleich egal!“

Photo: R. Aspalter

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7 Kommentare auf “Yippiiiiiii!

  • 3. Juli 2016 at 23:30
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    was ist Ihrer Meinung nach von pflanzenbasierter Vollwertkost im Sinne von Prof. Dr. Campbell (China-Study) zu halten?

    antworten
    • 4. Juli 2016 at 08:48
      Permalink

      Liebe Cornelia,

      das geht in die ganz richtige Richtung! Erst mal alles was von Tieren kommt, weg. Dann epfiehlt Dr. Campbell eben auch möglichst unverarbeitete, ganze pflanzlich Produkte zu sich zu nehmen, weil nur diese das gesamte Wirkungssprekturm aus tausenden Substanzen entfalten können.

      Wenn Sie dann noch im Kochbuch von Ann Lee Campbell, der Tochter Colin Campbells nachsehen, stellen Sie fest, dass auch kaum pflanzliches Öl verwendet wird. Auch das ist gut für Krebspatienten.

      Das Weglassen aller tierischen Produkte hatte bei mir schon einen massiven Effekt (siehe: Was Tumormarker sagen) ). Es war aber offenbar in meinem Fall noch nicht genug. Nun habe ich reichlich Hinweise bei Dr. Greger und bei Dr. Jacob gefunden, was ich nicht verbessern kann und das in gut belegter Weise – und es scheint zu funktionieren!

      Herzliche Grüße
      Dr. Rosa Aspalter

      antworten
  • 21. Juli 2016 at 10:51
    Permalink

    Herzliche Gratulation, wenn auch etwas verspätet, zu den positiven Ergebnissen. Ich verfolge den Blog seit einiger Zeit und freue mich über die gute Entwicklung.

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  • 9. August 2016 at 11:19
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    Nachträglich gratuliere ich Ihnen mit Ihrem Sieg und freue mich mit! Sie sind eine außergewöhnliche, tolle, mutige Frau, eine richtige Kämpferin, die sich für andere Menschen engagiert. Ich bin begeistert von Ihnen und bedanke mich herzlich für Ihre Arbeit und unglaunliche Leistungen. Weiter so! Viel Erfolg, gute Besserung!
    Ich mache gerne mit!
    Mit Dankbarkeit und Hoffnung
    Ira Oni

    antworten
    • 9. August 2016 at 11:35
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      danke Ira! Ich freu mich sehr – und auch heute gerade wieder eine Bestätigung erhalten, dass das schon okay ist, was ich mache!
      Liebe Grüße
      Dr. Rosa Aspalter

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      • 9. August 2016 at 12:19
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        Das ist viel mehr, als okay, was du machst!
        Alles Gute und Liebe (:
        Ira

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