Sprösslinge, oder so ähnlich!

Sprossen 1

 

 

 

 

 

 

Voilà. Vegan sein ist lustig. Ich hätte mir nie gedacht, womit man sich da so beschäftigt! Nun habe ich meine ersten Sprossen selbst gezüchtet!

Bei der Recherche nach Antworten, warum pflanzliche Nährstoffe so gut gegen Krebs wirken, stößt man wohl immer wieder auf Brokkoli. Und da sind es vor allem die Brokkolisamen, welche enorm viel Sulforaphane enthalten. Während eine Portion gekochtes Brokkoligemüse etwa 4mg beinhaltet, haben 10g Brokkoli-Samen gleich 100-150mg dieser hoch wirksamen Substanzen! Roher Brokkoli und Brokkolisprossen haben übrigens auch deutlich mehr als gekochte Brokkoli.

So entschloss ich mich also nun doch, das Auskeimen von Samen (und Bohnen) einmal selbst zu versuchen. Ich las über verschiedenste Keimgeräte und viele, viele Anleitungen, wie man Sprossengläser selbst her stellt. Das alles aber passte mir nicht so recht. Es war meist viel zu viel. Denn selbst eine Packung Sojasprossen aus dem Supermarkt wurde mir gelegentlich alt. Ich brauchte also keine Riesendinger. Und ich wollte nicht noch einen Apparat mehr in meiner eh schon vollen Küche haben.

Sprossen 2

Links: gerade auskeimende Brokkolisamen, rechts: Mungobohnenkeimlinge

Nach etwas herumschauen kam mir die simpelste Lösung: Ich nahm ganz einfach Gläser mit Schraubverschluss, einen Gummiring und einen jener Brotsäckchen, die Luftlöcherlein haben. Da schnitt ich ein Rechteck aus. Die Samen bzw. Bohnen werden (je nach Art) meist einen halben Tag eingeweicht. Dazu füllte ich gerade etwas davon in das Glas. Als Anfänger tendiert man dazu, zuviel zu nehmen. Achtung, die Dinger nehmen beim Keimen mächtig an Volumen zu! Es braucht, insbesondere, wenn man die Sprossen nur als Garnitur und Belag benötigt, nur gerade 1 oder wenige cm Boden bedeckt! Es wird die mehrfache Menge Wasser drauf gegeben, mit dem Schraubverschluss geschlossen und stehen gelassen. (Den Schraubverschluss verwende ich übrigens auch immer zum Abschütten des Wassers nach dem Einweichen und nach dem Waschen.)

Nach der Einweichzeit braucht es Luft und Feuchtigkeit, aber kein stehendes Wasser. Hierzu werden die Samen bzw. Bohnen nun mehrmals gewaschen und nun das Glas mit der Folie aus dem Brotsäckchen und dem Gummiring verschlossen. Schräg geneigt, damit das Restwasser noch abfließen kann, stelle ich die Gläser in eine Schüssel. Aus Zeitgründen wasche ich die Keimlinge nur morgens und abends, etwa drei bis vier Mal und stelle die Gläser wieder schräg nach unten in die Schüssel. Es soll aber Keimlinge geben, die eher 3 x täglich gewaschen werden sollten. Das schaffe ich allerdings nicht.

Je nach Keimling sind sie dann nach 2-3 Tagen essfertig!

Und ja, wie die Natur oft mit ähnlichen Formen für ähnliche Zwecke spielt! Aus den Keimlingen werden ja normalerweise neue Pflanzen. Und überall dort, wo sich neues Leben bildet, tauchen da dies „Kaulquappen“ auf!

Sprossen 3

Photos: R. Aspalter

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3 Kommentare auf “Sprösslinge, oder so ähnlich!

  • 7. Juni 2016 at 17:09
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    Für alle, die nicht selbst züchten wollen:
    Den Wirkstoff kann man in Kapselform auch super beziehen über eben jenen Dr Jacob von simply eat bzw dem Krebskompass bei Prostatakrebs, beides in Ihrem Blog schon erwähnt und gelobt……

    Ihnen weiterhin alles Gute und machen Sie weiter so. Ich bin gespannt auf die angekündigten weiteren Tipps.

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  • 5. September 2016 at 13:19
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    Ganz einfach geht’s auch mit den neuen Sprossenbeutel von PepUpLife. Einfach wie einen Teebeutel in eine Schale mit Wasser legen und los geht’s – gibt es in 6 Sorten im Bio/Naturkostladen…..Erfunden von einem jungen und innovativen Startup aus Österreich. Details dazu auch unter http://www.pepuplife.com oder Facebook!

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    • 9. September 2016 at 19:32
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      Also, Werbung hat natürlich kein Blogger sehr gern! Aber ich finde die Idee gut – ud wünsche Eurem Projekt alles Gute!

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