Eindrücke von der VegMed 2016

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Ein intensives Programm und angeregte Diskussionen in frühlingshafter Atmosphäre erwartete die Teilnehmer der VegMed 2016, welche vom 22.-24.4.2016 in Berlin stattfand. Mit Anna, unserer Volontärin, durfte ich Dr. Michael Greger kennen lernen, der sichtlich angetan war vom Essen-und-Krebs-Projekt!

Who is who der medizinisch-veganen Forschung

Prof. Leitzmann

Prof. Claus Leitzmann

Die VegMed ist „der“ europäische Kongress zu Themen veganer und vegetarischer Ernährung und deren gesundheitlichen Auswirkungen. Die Referentenliste liest sich wie das Who-is-Who der globalen Wissenschaft und Prominenz auf diesem Forschungssektor: Prof. Claus Leitzmann, welcher wohl als einer der Pioniere im deutschsprachigen Raum gelten darf und das Thema bereits aufgriff, als  „vegane“ oder „vegetarische“ Ernährung noch als Außenseiterdiäten angesehen wurde und für die Mediziner ein „vernachlässigbares“ Forschungsthema war. Er gilt nun als Experte insbesondere auf dem Gebiet der sekundären Pflanzeninhaltstoffe, welche zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Nur etwa 10.000 von etwa 250.000 vermuteten Substanzen kennen wir derzeit und von diesen wiederum nur einen Teil ihrer äußerst komplexen Wirkungsweisen.

Was ist „normal“?

Gary Fraser, Timothy Key zwei bedeutende Epidemiologen, Mark Messina, Experte auf dem Gebiet von Soja und Krebs, und schließlich noch die Stars der Tagung: Dr. Neal Barnard und Dr. Michael Greger, welche mit ihren Webportalen und ihren Bestsellern (Dr. Michael Greger: „How not to die“) sowohl eine riesige Leserschaft unter Laien wie auch unter Fachleuten erreichen. Dabei wird mit dem Mythos, dass der bei uns regelmäßig zu beobachtende Blutdruckanstieg mit zunehmendem Alter „normal“ sei, ebenso aufgeräumt wie mit der Vorstellung, dass Arteriosklerose eine Krankheit des Alters sei. „50% aller 10-jährigen haben bereits Fetteinlagerungen in den Gefäßen! Wenn sie also älter als 10 Jahre sind, geht es daher nicht mehr um die Frage, ob Sie Arteriosklerose bekommen oder nicht! Sie haben diese bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit! Es geht jetzt darum, wie Sie diese wieder los werden können!“, so Dr. Greger.

Vegan im Kindesalter, bei Hochleistungssport und bei Erkrankungen

Vortrag Aspalter

Dr. Rosa Aspalter

Während es in den Hauptvorträgen um die großen Themen in ihrer Vielfalt und Komplexität, um den großen Überblick ging, wurde in den „Nebensträngen“ am Detail gefeilt. Hier wurden laufende Studien, Konzepte und durchaus auch ethische sowie ökologische Fragen lebhaft diskutiert. In diesem Rahmen durfte ich auch die „Essen und Krebs“-Studie, deren Methodik sowie erste Erfahrungen mit neuen Studientools und neuen Studienkonzepten vorstellen. Das Echo war wiederum sehr intensiv und überaus persönlich!

Eine Tagung für Fachleute wie für Laien

Waren die ersten zwei Tage den Fachkreisen vorbehalten, gab es am dritten Tag den „Publikumstag“, zu welchem alle Interessierten eingeladen waren und sich hier ebenfalls Impulse aus Referaten und Workshops holen konnten. Dass dies alles bei traumhaft frühlingshaften Wetter und im schlichten aber sehr schönen Henry Ford Bau der Freien Universität Berlin stattfand, sowie von einem geschmacklich hervorragenden veganem Buffet begleitet war (Kellner auf meine Frage, ob die Cremesuppe auch vegan sei: „Aber so was von vegan!“) ließ alles zu einem besonderen Ereignis werden, von welchem ich sicher noch lange zehren werde.

Hier noch einige bildliche Eindrücke aus Berlin!

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Ausstellerhalle VegMed 2016

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Henry Ford Bau der freien Universität Berlin

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Veganes Buffet

 

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Frühlingshaftes Berlin

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Links:

www.vegmed.de
https://www.youtube.com/channel/UC-5Y9vM6xrdsKfAQSoP34aw
nutritionfacts.org
http://www.pcrm.org/

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