Was isst Du denn nun? Chioggia-Rüben, Rote Rübensuppe, Couscous und Fruchtpralinen!

Fruchtpralinen

 

 

 

 

 

 

Per Zufall landeten wir im „at eight“ am Kärntner Ring. Und dort erlebten wir einen Abend voller Überraschungen.

Zunächst das Ambiente: freundlich, frisch, modern und doch schlicht. Die Innenarchitekten waren Meister der Farben und noch mehr: der richtigen Dosis. Doch bevor wir Platz nehmen, frage ich, ob es auch vegane Gerichte gibt. Die junge Dame bietet mir an, den Küchenchef zu fragen, was er mir zubereiten kann. Da dies nach einem Versprechen aussieht, nehmen wir Platz.

Die Karte ist sehr klein, aber gut gewählt. Sie bietet in der Tat nichts Veganes. Aber man bemüht sich. Man hat sich mehrere Vorspeisen, Suppe und Hauptgericht für mich ausgedacht!

Es geht los. Olivenöl mit zweierlei Salzen: Zitronen- und rote Rüben-Salz mit sehr schmackhaftem Weißbrot und Olivenbrot

Chioggia-Rüben mit schwarzen Walnüssen und Birnen

Chioggia Rübe

 

Der Gruß aus der Küche ist Chioggia-Rübe mit schwarzen Walnüssen und Birnen. Es ist eine Geschmacksexplosion aus leicht pfeffrig, leicht bitter, pikant, süß, nussig und fruchtig, ohne dass etwas zu sehr dominiert hätte. Offenbar war das ursprüngliche Rezept mit einer Mozzarella-Art, doch der Koch hat diesen gegen Birne ausgetauscht. Auf diese Idee muss man erst mal kommen! Großes Lob! Großartige Kreation!

Rote Rübensuppe mit hausgemachtem Knäckebrot

Rote Rübensuppe

 

Weiter ging’s bei mir mit der der roten Rübensuppe, die auch auf der Karte stand, aber abgewandelt wurde. Auch die Suppe wies die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen auf. Leicht pikant und doch milde, cremig zugleich. Die Einlage waren hauchdünne Blättchen an hausgemachtem Knäckebrot.

Couscous mit Spinat und Pinienkernen

Couscous

 

Die Hauptspeise war Couscous mit Spinat, Tomaten und gerösteten Pinienkernen. Das Couscous war von traumhafter Konsistenz, der Geschmack – wiederum eine pikante Note, ein wenig Säure, viel Aroma von Tomaten und anderen Gemüsehäppchen, eine Kräutermischung, die an Harmonie und doch dezenter Zurückhaltung ihresgleichen sucht, ein wenig Röstaroma und wiederum nussig. Für mich steht fest: Der Koch kennt nicht nur die Pflanzenwelt in all ihren Facetten, er muss auch irgendwann einmal Anatomie studiert haben. Anatomie des Gaumens und der Geschmackspapillen auf der Zunge.

Fruchtpralinenmischung

Fruchtpralinen

 

Dann kam noch ein süßes Häppchen – eine Mango-Praline mit Mangomus innen, umhüllt von weißer Schokolade. Eine Nuss-Nougat-Praline mit flüssig-cremigem Nougatkern. Eine Dunkle Schokoladenkapsel mit Pflaumenespuma. Auch hier gab es das Zusammenspiel von süß und fruchtiger Säure. Doch bei dieser Kreation spielte der Koch vor allem mit dem Kontrast von flüssig und fest, kühl und warm.

Chapeau! Chapeau! Chapeau!

Bildquelle: alle Fotos: R. Aspalter

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