Vertrauen und Selbstregulierung

Bauchgefühl

 

 

 

 

 

 

Diesmal möchte ich über zwei Effekte meiner veganen Ernährung berichten, welche ich als besonders wohltuend und unterstützend empfinde: Es ist dies eine wunderbare Selbstregulierung des Appetits und ein neues Vertrauen auf Körpersignale.

Meine Essensneigungen habe ich noch nie stark eingeschränkt. Wenn ich das Gefühl hatte, heute mal Palatschinken oder Wurstknödel, oder auch Spaghetti carbonara, ich gönnte sie mir. Aufgewogen wurden diese Fehler (im Nachhinein als solche erkannt!) durch viel Lust auf Obst und Salat, Kartoffeln und asiatisch zubereitete Gemüsesorten.

Dennoch merke ich seit meiner Ernährungsumstellung im Mai, also seit nunmehr 5 Monaten, eine wirklich wohltuende Änderung. Im Vergleich zu früher würde ich das so beschreiben: Ich aß etwas Salziges. Und hatte Gusto nach mehr. Dann aß ich etwas Süßes. Und ich hatte Gusto nach mehr. Ich aß fast nur Suchtmittel, so sehe ich das jetzt. Die Gerichte, die ich jetzt esse: ein Kürbisrisotto, ein Krautragout mit Cashewnüssen,… es ist angenehm leicht und hält lange an. Ein Gefühl der Schwere gibt es da nicht. Der Bedarf an Süßigkeiten hat sich ebenfalls auf fast Null reduziert. Und dabei ist nichts verboten. Falls ich wirklich einmal den Eindruck haben sollte: Dieses Fleischgericht muss jetzt sein! – Bitte sehr! Ich werde es mir genehmigen.

Wie das ist mit den Sushis, das kann ich noch nicht genau beurteilen. Ich merke nur: Ich habe ein großes Verlangen danach. Und ich fühle mich danach immer sehr, sehr wohl. Nachdem meine Krankheitsgeschichte sich positiv entwickelt (siehe: My Story), mache ich offenbar keinen Fehler! Heute habe ich mir frisch gepressten Orangensaft gekauft. Wie köstlich! Der Zuckertheorie nach sollte ich diesen nicht zu mir nehmen (siehe „Ernährung bei bestehendem Krebs: Teil 2: Zucker), aber es ist natürlich vorkommender Zucker. Und mein Körper hat keine Schwierigkeiten mit der Blutzuckerregulation. Zum Knabbern habe ich jetzt Wallnüsse oder Kerne zu Hause.

Mein Körper leitet mich jetzt sicherer durch die vielen Essenseindrücke und Angebote eines Tages, so habe ich den Eindruck. Und sicherer durch die vielen hundert Ernährungsregeln. Statt dem „Haben müssen'“ ist jetzt ein deutliches Gefühl des „gut tuns“ oder „nicht gut-tuns“, das „Bauchgefühl“, dieses „Ernährt-Gefühl“ war noch nie besser. Und die 4 kg weniger sind auch recht nett!

Bildquelle: Bauch, R.Aspalter (not a Selfie!)

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