Vegan ist griesgrämig, sauer und radikal?

kämpfende Affen

 

 

 

 

 

 

Vegane Webseiten schießen wie die Schwammerl aus dem Boden. Aber wird man dadurch vegan? Oder tragen sie eher zur Immunisierung bei?

Da gibt es nun tausende vegane Rezeptseiten, vegane Shops, vegane Sporternährung, veganes Hundefutter, vegane Blogs, vegane Reisen, vegane Schuhe, vegane Bücher, vegane Kosmetik, vegane Restaurants, vegane Schokoladen, vegane Verhütungsmittel, vegane Waschmittel, vegane Matratzen, vegane Gesundheitsmittel, vegane Versandhäuser, vegane Hotels, vegane Magazine, vegane Möbel, vegane Gesellschaften, vegane Studien, vegan lebende Kulturen und Völker, vegane Foren, vegane Kreuzworträtsel, vegane Kochkurse, vegane Socken, vegane Fitnesscenter, vegane Friseure, vegane – ach was! Veganer Gedankenstopp!

Der Umstieg

Lange hat es gedauert bis ich den Entschluss setzte, aber um es ehrlich zu sagen, ich hatte ihn auch nie erwogen! Zu sehr war ich Fleischtiger und zu sehr liebte ich Milch und Käse und Eier. (Eiernockerl, buah!) Und es hat mich auch immer etwas die stark moralinsaure bis dogmatische Art von Veganern gestört. Aber nun ist es geschehen – die Blogleser kennen die Geschichte – und ich bin selbst einer dieser „seltsamen Menschen“.

Griesgrämig und sauer

Da gibt es in der Tat solche, die dermaßen sauer und griesgrämig daherkommen, dass es mir allein schon beim Hinschauen das Calcium aus dem Knochen holt. Da wurde mir zum Beispiel allen Ernstes zum Vorwurf gemacht, dass ich auf meiner Webseite ein Foto von einem Steak veröffentlichte (so passiert im Blog zu „Metabolic Balance“, nun im „Rindfleischfaktor“)! Bitte sehr! Wie sieht es denn mit diesen Gräuelvideos auf veganen Webseiten aus, in denen das Verenden der Tiere bis zum Exzess gezeigt wird?

Schockierend und radikal

Hilft es zu schreiben: MILCH AN KINDER = VERBRECHEN ? Natürlich kann man mit schockierenden Nachrichten und Bildern arbeiten und möglicherweise auch einiges erreichen. Meine Linie ist es nicht. Ich – und wie jeder andere auch – weiß um diese Vorgänge und finde sie grausam. Ich will aber nicht ständig Emotionen, Emotionalität aufgezwungen bekommen. Vom alten Mann an der Ecke, dem niemand hilft, von den Flüchtlingen, die am Mittelmeer treiben, vom Hunger in Afrika, von malariakranken Kindern, von denen es tausendfach mehr als Ebolakranke gibt und die geheilt werden könnten, kein Tag ohne solche Bilder und Nachrichten! Ich denke, Information ist gut. Und die Bereitschaft zum Einsatz ist da. Ich möchte aber selbst entscheiden können, ohne Druck, wo ich meine Ressourcen aufwende.

Solide und sachlich

Ich lerne aber nun auch eine Reihe von Menschen kennen, die ohne Gehetze und ganz unaufgeregt großartige Arbeit auf dem Gebiet der veganen Lebensweise leisten! (Informationen dazu folgen sukzessive.) Ich wurde also mehrfach für meinen Schritt ins vegane Leben belohnt! Ich bin dankbar für jede sachliche Information. Wenn sie dann auch noch gut aufbereitet kommt und – psst! ich sag das jetzt im Flüsterton! – sogar noch mit Humor gewürzt ist? Herz und Hirn, was willst Du mehr? Ist es nicht das, was wir uns wünschen?

Bildquelle: Fighting Bonobos, www.istockphoto.com

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