Vegan ist Wurst und Gulasch

Gulasch

 

 

 

 

 

 

Vegan zu sein ist in. Auch gut, ich bin gern vegan und ich bin gern in. Wäre also alles bestens. Wären da nicht manchmal ganz skurrile Missverständnisse.

Missverständnis Nr. 1: Alles was nicht tierisch ist, ist vegan und damit gut

Vegane Schokolade? Vegane Cakes und veganes Eis? Ist ja schön! Auch Zucker ist schließlich pflanzlich! Nur halt der meisten pflanzlichen Teile beraubt. Irgendwie läuft da etwas aus dem Ruder. Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, hat sich automatisch auch mein Zuckerkonsum drastisch reduziert. Nicht, weil ich das vor hatte. Ich brauche ihn einfach nicht mehr. Oder nur mehr ganz wenig. Vielleicht also doch noch zu wenig ausprobiert?

Missverständnis Nr. 2:  Mit veganer Kost kann man nicht dick werden

Vegetarier sind im Schnitt leichter als „Normalesser“ und Veganer bringen im Schnitt nochmals weniger Gewicht auf die Waage als Vegetarier. Aber alleine in der letzten Woche hörte ich von zwei vegan lebenden Personen, welche offenbar ausgesprochen übergewichtig sind. Es hieß jedenfalls beide Male: „Die ist sooo!“ – Sie wissen schon – mit weit ausgebreiteten Armen. Junk und Zuckerbomben sind eben auch auf vegan möglich. Auch Pommes sind (noch) pflanzlich. Nur – Warum sollte man sich dabei vegan nennen? Ich versteh das irgendwie nicht.

Missverständnis Nr. 3: Vegan ist Vegiwürstel und Vegigulasch

Vor kurzem erzählte mir eine schon  ältere Patientin, dass sie sich vorwiegend pflanzlich, und zwar von ganzen, möglichst unverarbeiteten Produkten ernähre. Und dass sie damit vor einiger Zeit eine schwere rheumatische Erkrankung in den Griff bekommen hat. „Ah!“ sage ich, „Sie leben also vegan!“ „Nein, nicht vegan!“ empörte sie sich! „Ich esse das nicht, was diese Veganer da so essen! Dieses vegane abgepackte Zeug!“

Quellen:
Photo: Gulasch, R. Aspalter

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